Impulse & Gedanken

Bleiben WIR menschlich, erfahren wir das Gleiche auch im Außen. 🫶

Jeder und immer findet eine Hand, die ihn hält. ❤ 🌞
Das Aufeinanderhetzen hat Ausmaße angenommen, die ich mir nie hätte träumen lassen. Hierzu mein kurzer Realitätsabgleich:
Letzte Woche fuhr ich mit dem Bus in die Innenstadt. Der Fahrer fuhr so ruppig, dass ich auf einer Kurve von dem sehr rutschigen Plastiksitz fast runtergeflogen wäre. Bevor ich aber auf die Passagiere gegenüber geknallt bin (alternativ auf den Boden) streckten sich etwa 5 bis 6 Hände von allen Seiten mir entgegen, von Weiß bis Schwarz, die mich halten wollten. Ein Bild, dass ich nie wieder vergessen werde! Ein seliger Moment unendlicher Dankbarkeit und die wiederholte Erkenntnis: Ich kann gar nicht fallen, es wird immer wie aus dem Nichts Hände geben, die mich auffangen. 💕
Gestern wieder: Ich wollte mich im Bus gerade hinsetzen, der Fahrer stieg aber so hart aufs Gas, dass ich mit voller Wucht gegen die Rückenlehne geknallt bin und kurz aufschrie vor lauter Schreck. Sofort fragten mich die Nachbarn von gegenüber (eine türkische Mama und ihr Sohn ca. Mitte 20), ob alles in Ordnung ist. Ja, das war es, nix passiert außer kurzem Schreck.
Nur paar Sekunden später merkte ich, dass ich zwar in den richtigen Bus, aber in die falsche Richtung eingestiegen bin, was ich ihnen auch gleich sagte. Ich habe aber schon die Fahrkarte gestempelt, also was nun?! Kurze Orientierungslosigkeit und ich fragte sie, ob sie wissen, ob ich eine neue entwerten muß (entwerten – was für ein Wort übrigens, oder?)?
Ohne dass ich danach fragte oder darum bat ging der junge Mann zum Fahrer und fragte ihn danach: Nein, muß ich nicht, ich kann mit der gleichen Fahrkarte nach Hause fahren.
Ich konnte es nicht fassen, dass er das tat, aus völlig konträren Gründen. Einerseits hätte ich es sehr gut auch alleine tun können nach kurzem Durchatmen, es beleidigte mich also, ich fühlte mich entmündigt und in die Alten- und Senil-Schublade verfrachtet, was mir aber auch erst später in den Sinn kam. Da war zuerst das Gefuhl: Mit fast 70 bestehe ich immer noch darauf alles (?) alleine zu schaffen. Nicht, weil ich es muß, sondern weil ich es will und KANN. Tja, wenn da nicht all das „moderne“ Zeug, PC & Co. wären… Da passe ich. Also doch nicht alles. = Natürliche Kränkungen des Altwerdens. 😉
Anderserseits fühlte ich mich wieder in die warme Menschlichkeit eingewoben. Niemand geht verloren, jeder und immer findet eine Hand, die ihm hilft und ihn hält, und Kinder und Alte haben nun mal Vorfarht in dieser „Disziplin“. Es berührte mich sehr, zeigte mir aber auch mein (noch nicht ganz gefühlten) IST-Stand: Ich gehöre schon den Alten an, um die man sich zu kümmern hat, und die man mit Respekt zu behandeln hat. Hat mich erstmal umgehauen, denn hierzulande wird man ganz einfach gedutzt, so als ob das völlig natürlich wäre. Nein, ist es nicht, und es gibt noch Kulturen, die es LEBEN. 💖
Allein schon an diesen beiden Erlebnissen ist sichtbar und fühlbar, dass so gut wie nichts davon stimmt, womit wir gefüttert werden. Menschen erkennen sich, Kunstfiguren auch. Jeder ERkennt nun mal nur das, was er kennt. Bleiben WIR menschlich, erfahren wir das Gleiche auch im Außen. 🫶
Schaut Euch also bitte sehr genau an, wie andere EUCH behandeln, denn genau daran erkennt Ihr, wie Ihr selbst unterwegs seid. Die Erde ist ein friedlicher und liebevoller Ort, und solchen Ort/Raum gibt es auch IN Euch. Logisch, da die Erde doch die Heimat aller Menschen ist. Alles Liebe Euch allen hier. 💕

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