Viele reden ständig vom Loslassen, sagen aber nie, wie es geht. Meine Empfehlung: Atmen, also das Einfachste vom Einfachen (könnte man meinen).
Atmen ist für unser Leben elementar, denn ohne zu atmen überlebt ein Mensch max. 3 min. UND… Mit jedem Atemzug nehmen wir Neues auf und atmen Altes aus. Und zwar nicht einfach nur Luft, sondern auch die in uns gespeicherte Informationen können wir auf diesem einfachen Wege entlassen.
Wir kennen das doch alle. Wenn wir etwas erfahren oder hören, was uns eine Erleichterung bringt, atmen wir als erstes tief aus. Unser Laib zeigt es uns also ganz von selbst, nur wer schaut schon so genau hin, oder? 
Wir können Dinge auch bewußt loslassen, z.B. so: Die Augen schließen, mit unserer Aufmerksamkeit nach innen, IN den Laib gehen und nur atmen und dem Atem hinterher schauen. Wo geht er hin? Bis wohin reicht er? Atme ich z.B. bis in den Bauch hinein oder nur in den Hals (was seeehr oft der Fall ist: man spricht nicht mal mit der eigenen Stimme, bah, man kennt sie gar nicht!). Oder geht der Atem woanders hin? Falls ja, wohin? Wichtig, denn wenn er z.B. im Magen stockt, dann hänge ich in irgend einer Angst oder Ärger fest. Dann an dieser Stelle bleiben, atmen und beobachten, was sich tut, was sich ändert, welche Gedanken/Erinnerungen tauchen auf und sich mit diesen dann beschäftigen, was fühlst Du, und was tut sich in Deinem ganzen Laib, von Kopf bis Fuß, wie man so schön sagt. Sich ALLES anschauen. Ganz gemütlich, friedlich und nur wohlwollend beobachtend, ganz im Sinne: Ich bin Liebe und die Liebe schaut.
Und was jetzt, werdet Ihr fragen?
Jetzt atmet Ihr genauso wie davor. Den Atem beobachten, aber bitte ihn nicht zu kontrollieren oder zwingen irgendwohin zu gehen, wo er von sich aus nicht hin will. Nur schauen, am besten mit geschlossenen Augen. Für Ungeübte ist es sehr wichtig, weil sie dann nicht mehr von der Umgebung abgelenkt werden. Den Geübten ist es egal, sie sehen eben beide, aufeinandergelegte oder sich nebeneinander zeigende „Realitäten“ zeitgleich. Sie sehen also beide, was oft mit Sehstörungen verbunden ist. Sie sehen alles verschwommen, und es ist ihnen nicht bewußt, dass sie sich gerade in der Membrane, im „Zwischenfeld“, mitten im Wandelprozeß befinden. Viele bekommen Angst und rennen zum Optiker um sich neue Brille zu besorgen, dabei liegt die Ursache ganz woanders. Habt dann Geduld mit Euch, und sobald sich die Augen neu ausgerichtet haben und Ihr wieder klar seht, wißt Ihr, dass Ihr schon woanders seid und diese Stufe des inneren Umbaus abgeschlossen ist. 
Während des Atmens sich bewußt machen, dass diese Angst auch etwas ganz Altes sein kann (und in der Regel auch ist), was Euch gar nicht bewußt ist oder Ihr es längst vergessen habt. Ganz wichtig ist hier also ins Hier und Jetzt zu kommen, weil es JETZT in der Regel keinen echten Grund mehr für solche Ängste (sehr oft aus der Kindheit) gibt. Du bist erwachsen und kannst selbst für Dich sorgen und auf Dich aufpassen, mit sich verändernden Situationen umgehen, sich evtl. anpassen oder ihnen ausweichen, da Du jetzt schon eine gewisse Lebenserfahrung hast.
Und hier das Entscheidende: Sich bewußt machen, dass man NUR im Hier und Jetzt atmen kann. Man kann nicht JETZT vergangene oder zukünftige Atemzüge machen. Logisch, oder? Atmen kann ich nur JETZT, HEUTE, HIER, in diesem konkreten Moment. DAS ist der Punkt in dem Ganzen. Sobald man das erkennt und diese simple Tatsache für sich als wahr annimmt, ist es WAHR und beginnt in Dir zu leben, ganz von selbst, ohne Dein Dazutun. Und Du? Du bist FREI! Diese alten Ängste können Dir nichts mehr. Und so nach und nach verschwinden viele alte Belastungen sang- und klanglos, manche machen aber erstmal Krach (und verursachen auch mal kurz Chaos) bevor sie gehen. Macht nichts, Hauptsache sie sind weg. 
Die günstigste Geisteshaltung ist hier: Alles ist gut, so, wie es IST. Annehmen, was IST, und so stehen lassen. Das Alte, Überlebte, Überholte gehen lassen, ihm erlauben zu gehen. Auch mal laut sagen, in Frieden und Dankbarkeit: „Jetzt darfst du gehen. Jetzt bin ich erwachsen und habe andere Möglichkeiten mich zu wehren als damals, als ich noch ein hilf- und wehrloses Kind war.“
Ja, Dankbarkeit, da wundert sich jetzt vielleicht der eine oder die andere. Sie ist sehr wichtig, denn genau diese Angst, die uns jetzt auch mal lähmt und das Leben schwer macht, hat uns damals das Leben gerettet und unser Überleben gesichert, auch wenn kaum jemand das so sehen will. Bis er mal tiefer darüber nachdenkt.
Wir müssen (und hier paßt kein anderes Wort als eben müssen, wenn wir wahrhaftig eine Änderung auslösen wollen) selbst und im Frieden und in Anerkennung ihrer Wichtigkeit sie gehen lassen.
🌞 Nur mit unserer Angst davor sie anzunehmen halten wir sie am Leben und lassen uns von ihr unser Leben auch mal zur Hölle machen. Irgendwann darf es aber genug sein, oder? Warum also nicht jetzt gleich?
